Der Überlinger Stollen im Internet

Rundgang im Stollen

Weil Friedrichshafen einer der wichtigsten deutschen Rüstungsstandorte warFür weitere Informationen auf den Text klicken., wurde die Stadt auch ein bevorzugtes Ziel alliierter Bombenangriffe. Von Mitte Juni 1943 bis zum Kriegsende wurden fast alle Fabrikanlagen und weite Gebiete der Stadt dem Erdboden gleichgemacht. Man suchte zunächst Ausweichquartiere, doch die einzig wirklich bombensichere Lösung war die unterirdische: ein Stollen.

Bei den Angriffen 1944 wurden aber auch 2/3 der Stadt zerstört, ca. 700 Menschen starben. Die Einwohnerzahl ging von 28000 auf 8000 zurück.
Die Stollenarbeiten in Überlingen
Der weiche Molassefels bei Überlingen schien für einen Stollenbau geeignet. Auch der Standort nahe am See hatte Vorteile. Der Molassefels absorbierte den Druck der Bomben und garantierte schnellen Vortrieb. Den Aushub konnte man in den See schütten, die Bahngeleise ließen eine rationelle Zufuhr der Rohmaterialien und einen raschen Abtransport der Fertigprodukte zu. Für Überlingen waren schließlich 40 000 Quadratmeter Produktionsfläche vorgesehen.

Die „Rüstungsinspektion Oberrhein“ mit Sitz in Straßburg organisierte das Bauvorhaben, das „Rüstungskommando Freiburg“ hatte die Bauausschreibung und die Bauüberwachung in seiner Hand.
Die Bauleitung hatte das Münchener Ingenieurbüro Arno Fischer, dessen Büro unter der Leitung des Ing. Meierhofer in der Überlinger Bahnhofstraße 20 untergebracht war. Die Bauausführung erfolgte durch mehrere Firmen unter der Leitung der „Siemens-Bauunion“ München.