Der Überlinger Stollen im Internet

Rundgang im Stollen

Die ca. 800 Häftlinge arbeiteten in 2 Schichten je 12 Stunden, Schichtwechsel war 6:00 und 18:00 Uhr. Der Aushub wurde auf Loren geladen, mit kleinen Dieselloks nach draußen gefahren und in den See gekippt.


Bei der Ausfahrt wurde jede Lore von der SS-Wachmannschaft und scharfen Schäferhunden kontrolliert, ob sich nicht ein Häftling irgendwo versteckt hielt. Auf dem befestigten Aushub wurde dann der Überlinger Campingplatz errichtet. Unter der Anleitung von professionellen Mineuren einer zivilen Bergbaufirma mussten die Häftlinge sechs 4 m tiefe Löcher in die jeweilige Wand bohren, in die der Sprengstoff eingebracht wurde. Dabei wurde gleichzeitig an mehreren Stellen gearbeitet. Die Sprengungen erfolgten gegen Ende jeder Schicht. Gearbeitet wurde mit von Druckluft angetriebenem Bohrgerät. Zu diesem Zweck stand vor dem Stollen ein Kompressor, der den nötigen Druck erzeugte. Die einzelnen Bohrstellen wurden aus Rohren notdürftig mit Frischluft versorgt. Nach der Sprengung, nachdem sich Staub und Gase einigermaßen verzogen hatten, musste von den Häftlingen das lockere Gestein herausgebrochen und verladen werden.