Der Überlinger Stollen im Internet

Nach dem Krieg

Aus dem Tagebuch einer 14-jährigen Überlingerin:
" 25.4.45
Heute, gegen Abend, zogen die Franzosen in Überlingen ein. Vom hochgelegenen Garten der Verwandten in der Badstraße konnten wir die Übergabe der Stadt mit weißer Fahne an den Panzersperren vor dem Badhotel beobachten. "

Panzersperren am Badhotel

"Wir waren vormittags von unserem Haus auf dem Stein geflüchtet, als in unserem Garten eine MG-Stellung aufgebaut wurde. Die Soldaten unterwiesen uns allerdings noch in der Handhabung von Panzerfäusten, aber wir zogen es doch vor, bei den Verwandten kampflos Schutz zu suchen.
Nach der Übergabe der Stadt hörte der Geschützlärm auf ... Irgend jemand sagte uns Kindern, der Krieg sei jetzt vorbei für uns. Aber wie geht es jetzt weiter ?" Charlotte Mitzel

In dem Stollen begannen unmittelbar nach Kriegsende Fremdarbeiter mit Plünderungen, die durch die französische Kommandantur bald darauf verhindert wurden. Unter Bewachung wurden dann die Einrichtungen demontiert. Ein Teil der Stollenanlage wurde 1947 von den Franzosen gesprengt und verfüllt, vor allem die Eingänge, größere Hallen und Kreuzungspunkte. Der größte Teil ist aber heute weiterhin zugänglich.


Räumung des Stollens 1947

Sprengung durch französische Besatzungssoldaten 1947

Nach der Sprengung
Bei diesen Sprengungen der französischen Armee würden auch einige Häuser über dem Stollen beschädigt oder zerstört: