Der Überlinger Stollen im Internet

Tipps für Lehrer

Vorbereitung:
Den Schülern sollte die Geschichte des III. Reiches und der Verlauf des II. Weltkrieges bekannt sein. Begriffe wie "Faschismus", "Verfolgung", "Rasse"... sollte der Schüler beherrschen, um das in der Führung Gehörte verstehen zu können.
Gepäck:
Die Schüler können ihr Gepäck( Rucksack / Tasche ) nach dem Eingang im Stollen ablegen. Es muss nicht die ganze Führung mitgetragen werden.
Kleidung:
Denken Sie daran, dass im Stollen eine konstante Temperatur von ca 12 Grad C herrscht, auch im Sommer. Weisen Sie Ihre Schüler darauf hin, dass diese bei der Führung eine warme Jacke und feste Schuhe tragen sollten.
Zuschuss:
Für Fahrten zu Gedenkstätten nationalen Unrechts gibt es für Schulen aus Baden - Württemberg Zuschüsse aus dem Landesjugendplan. Dafür gibt es den Vordruck.
Informationen beim Oberschulamt(OSA) Tübingen 07071 / 200 - 2167

Download: Antrag auf Zuschuss

Wie kann eine Führung für eine Schulklasse gestaltet werden?

Die Führung mit einer Dauer von 1 - 2 Stunden - Treff am Stolleneingang

Angesprochene Themen:
  • Die Industriegeschichte Friedrichshafens
  • Der Bezug zu Überlingen
  • Die Arbeit der Häftlinge im Stollen und deren Lebenssituation
  • Fluchtversuche
  • Der Luftangriff
  • Blick vom Fensterstollen und die Biographien der geflohenen Häftlinge
Zusätzlich ist möglich:
  • Treff am Wohnmobilparkplatz am Überlinger Krankenhaus (Helios Spital)
    Dort befand sich das KZ-Außenlager Aufkirch.
  • Anschließend zu Fuß auf dem Weg, den die Häftlinge gehen mussten, zum Stollen.
  • Die Führung im Goldbacher Stollen.
Wer mit dem Bus anfährt, kann anschließend den KZ-Friedhof bei der Birnau besuchen. Dabei ist es am besten, auf dem Parkplatz der Klosterkirche Birnau zu parken. Zu Fuß kann man dann durch eine Fußgängerunterführung gefahrlos die B 31 unterqueren in Richtung Oberhof. Von dort sind es noch ca. 300m in östlicher Richtung zum KZ-Friedhof.

Teilnahmebestätigung
Bitte füllen Sie als verantwortlicher Lehrer das folgende Formular aus, ohne es zu unterschreiben.
Geben Sie dies dann bitte vor der Führung beim Guide ab.

Download: Gruppe_Teilnahmebestaetigung.pdf

Arbeitsvorschläge:

Arbeitsmethode: Zeitungsbericht
Unterlagen:
  • Homepage „Der Überlinger Stollen im Internet“
  • „Der Stollen“ von Oswald Burger

Redaktion: Unternehmen Magnesit
Arbeitsmethode: Quellenarbeit:Originalbericht
  • Warum wurde die Rüstungsindustrie Friedrichshafen verlagert?
  • Welche Betriebe konnten integriert werden?
  • Warum wählte der Jägerstab gerade Überlingen für die Untertageverlagerung?

Redaktion: Arbeitsmethodik im Stollenbau
Arbeitsmethode: Concept-Map beteiligter Arbeitskräfte
  • Welche Arbeitsgeräte standen den Häftlingen zur Verfügung?
  • Wie lange mussten die Häftlinge arbeiten?
  • Welche Personengruppen waren hierbei beteiligt?
  • Wie sahen die einzelnen Arbeitsschritte aus?

Redaktion: Lebenssituation im Konzentrationslager Überlingen
Arbeitsmethode: Skizze des Lagerkomplexes mit Kohlestiften
  • Welche Gebäude umfassten das Konzentrationslager?
  • Wie wurden die Häftlinge und die Wachtruppen der SS untergebracht?
  • Womit konnten die Häftlinge kontrolliert und bewacht werden?

Redaktion: Sterblichkeit im Außenkommando
Arbeitsmethode: Tabellarische Ansicht auf mathematischer Grundlage
  • Wie viele Häftlinge überlebten das Außenkommando nicht?
  • Wohin wurden kranke und verletzte Häftlinge gebracht?
  • Was geschah mit den toten Arbeitskräften?
  • Welche Todesursache wurde häufig diagnostiziert?

Redaktion: Luftangriff auf Überlingen
Arbeitsmethode: Quellenarbeit
  • Warum wurde Überlingen bombardiert?
  • Was wurde durch die alliierte Bombardierung zerstört oder beschädigt?
  • Welche Auswirkungen hatte der Angriff auf den Stollenbau?

Redaktion: Erfolgreiche Flucht
Arbeitsmethode: Quellen– und Kartenarbeit, Fluchtweg auf Karte darstellen
  • Wie gelang es den beiden Häftlingen zu fliehen?
  • Welche Repressionen hatten sie zu befürchten?
  • Wie verlief die Fluchtroute?
  • Wann erreichten sie neutrales Territorium?


Diese Arbeitsaufträge werden schon vor der Exkursion an die Schülern vergeben bzw. diese entsprechend in Gruppen eingeteilt. Somit nehmen diese zielorientiert an der Führung teil.
In einem zweiten Rundgang können die Schüler dann selbstbestimmt die Quellen und Bildtafeln zur Recherche heranziehen.