Der Überlinger Stollen im Internet

Zielsetzung des Projekts

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“


Wer die Geschichte des NS-Unrechtsstaates kennt, weiß, warum die Väter und Mütter unseres Grundgesetzes
diese so gewichtigen Sätze zum Artikel 1 unserer Verfassung gemacht haben. Denn immer waren es die totalitären Machthaber, die selbstherrlich definiert haben, welches Leben „würdig“ und „lebenswert“ sei.

Allein schon deshalb ist es so wichtig, dass Gedenkstätten wie der Goldbacher Stollen
  • die Aufarbeitung der Geschehnisse leisten
  • die Erinnerung wach halten
  • das Gedenken ermöglichen.
Diese Gedenkstätten konkretisieren abstrakte Sachverhalte und verdeutlichen, dass Geschichte nicht fernab stattfindet, sondern in der Mitte der Gesellschaft und ganz unmittelbar vor der eigenen Haustüre.
Weshalb ist Erinnern im Sinne von reflektierter Erfahrung so wichtig?
Durch diese Begegnungen ist es möglich, bewusstes Erleben zu schaffen, um gemeinsames Nachdenken und kritisches Reflektieren zu erreichen. Den Besuchern soll Raum und Zeit gegeben werden, um durch eigenes Tun diese Erfahrungen machen zu können.

Dies wird immer wichtiger,
  • je weiter wir uns zeitlich von den Verbrechen des NS-Regimes entfernen
  • und
  • je weniger es für die späteren Generationen möglich sein wird, von Zeitzeugen zu hören und diese befragen zu können.
Durch die exemplarische Beschäftigung kann der Besucher die gesellschaftlichen Voraussetzungen und Bedingungen des Systems mit den bis in die Gegenwart reichenden Folgewirkungen erkennen.

Und er sieht, dass die bitteren Erfahrungen des demokratischen Wiederbeginns und des Aufbaus unser Gemeinwesen geprägt haben. Das Engagement des Vereins und diese Art der Aufarbeitung von Geschichte im Nahbereich kann
  • einen Beitrag zum bewussten Umgang mit der Geschichte leisten
  • zum Eintreten für die freiheitlich-demokratische Ordnung beitragen
  • gegen politischen Extremismus und Gewalt aufrufen.



Zielsetzung

Dieses Projekt soll als Informationsbasis für alle dienen, die sich mit dem Überlinger bzw. dem Goldbacher Stollen in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur beschäftigen wollen.

Die "Dokumentationsstätte Goldbacher Stollen" vermittelt historische,militär- und wirtschaftshistorische Informationen, da diese Ereignisse einen Teil der Heimatgeschichte des Bodenseeraumes und der Stadt Überlingen darstellen.
Die aufklärende Absicht der Führungen soll dazu beitragen, neofaschistischen Tendenzen und der Meinung entgegenzutreten, dass mit Gewalt gesellschaftliche Probleme gelöst werden könnten.

Der mahnende Charakter wird deutlich, indem die Perspektive der Opfer ins Zentrum gerückt wird. Am Beispiel des Verlustes sämtlicher Freiheiten soll verdeutlicht werden, wie wertvoll die Freiheitsrechte- niedergelegt in der Verfassung unseres Staates, dem Grundgesetz- in unserem Staat und damit in einer Demokratie sind.
Erinnerungen von Zeitzeugen, Sammeln von Archivmaterialien, eigene Veröffentlichungen und didaktisch und methodisch aufbereitete Führungen sind der Grundstock des Handelns des Vereins" Gedenkstätte Goldbacher Stollen und KZ Aufkirch e.V.".

Auch außerhalb der öffentlichen Führungen an jedem ersten Freitag eines Monats um 17:00 Uhr bietet die KZ-Gedenkstätte Führungen für Gruppen an (Schulklassen, Multiplikatoren, Interessierte ...). Dazu können Termine über die in der Homepage unter "Führungen" zu findenden Adresse vereinbart werden.